Die Berner Fachhochschule BFH, Departement Architektur, Holz und Bau, kündigt neue Veranstaltungen für Fachleute aus Bauwirtschaft und Architektur an. Das Programm richtet sich an Planer, Ingenieure, Holzbauunternehmer und Entscheider, die aktuelle Entwicklungen in Bautechnik, Holzbau und digitaler Planung verfolgen. Die Veranstaltungsreihe soll den Austausch zwischen Praxis und angewandter Forschung stärken.

Fokus auf praxisnahe Weiterbildung

Die BFH hat in den vergangenen Jahren ihr Weiterbildungsangebot kontinuierlich ausgebaut. Die neuen Veranstaltungen ergänzen bestehende Fachkurse und CAS-Programme, die bereits auf Themen wie nachhaltiges Bauen, BIM-gestützte Planung und Holzbau spezialisiert sind. Die Hochschule setzt dabei auf ein Format, das kurze Inputs mit Diskussionsrunden und Praxisbeispielen kombiniert. Ziel ist es, Fachleute ohne mehrtägige Abwesenheit vom Tagesbetrieb zu erreichen.

Welche konkreten Themen das neue Programm abdeckt, ist bislang nicht im Detail kommuniziert worden. Die Ankündigung verweist auf das Veranstaltungsportal der BFH, das regelmäßig aktualisiert wird. Erfahrungsgemäß deckt die Hochschule in ihren Veranstaltungen ein breites Spektrum ab: von konstruktiven Details in Fassaden und Tragwerken über Holzbauverfahren bis hin zu Fragen der Gebäudeautomation und energetischen Sanierung.

Verknüpfung mit laufenden Forschungsprojekten

Ein zentrales Merkmal der BFH-Veranstaltungen ist die Verknüpfung mit laufenden Forschungsprojekten am Departement. Die Hochschule arbeitet in mehreren Schwerpunkten, darunter ressourcenschonendes Bauen, digitale Werkzeuge für Planung und Ausführung sowie Innovationen im Holzbau. Die Veranstaltungen bieten Referenten aus diesen Forschungsbereichen eine Plattform, um Zwischenergebnisse und Erkenntnisse einem Fachpublikum vorzustellen – noch bevor sie in wissenschaftlichen Publikationen erscheinen.

Für Praktiker bedeutet das einen direkten Zugang zu Entwicklungen, die in den kommenden Jahren in Normen, Zertifizierungssystemen oder Ausschreibungen relevant werden könnten. Besonders bei Themen wie Kreislaufwirtschaft im Hochbau oder digitaler Vernetzung von Planungsprozessen liegt die BFH im deutschsprachigen Raum vorn.

Referenten aus Hochschule und Industrie

Die Veranstaltungen werden üblicherweise von Dozierenden der BFH sowie externen Experten aus Bauindustrie, Ingenieurwesen und Architektur gestaltet. In früheren Programmen traten unter anderem Vertreter von Holzbauunternehmen, Softwareanbietern wie Autodesk oder Nemetschek Group sowie kommunale Bauämter auf. Diese Mischung aus akademischer Perspektive und betrieblicher Praxis hat sich bewährt, um technische Lösungen und ihre reale Umsetzbarkeit gemeinsam zu diskutieren.

Wer konkret bei den neuen Veranstaltungen spricht, ist der Ankündigung nicht zu entnehmen. Die BFH pflegt jedoch ein Netzwerk in der Schweizer Baubranche, das Referenten aus Unternehmen wie Implenia oder Eberhard Bau Schweiz einschließt. Auch internationale Sprecher aus dem DACH-Raum sind keine Seltenheit.

Relevanz für Fachleute in Architektur und Bauwirtschaft

Für Architekten und Ingenieure in der Schweiz ist das BFH-Veranstaltungsprogramm vor allem deshalb interessant, weil es praxisorientierte Weiterbildung mit überschaubarem Zeitaufwand verbindet. Viele Formate laufen als Halbtags- oder Abendveranstaltungen, teilweise auch online. Das macht sie attraktiv für kleinere und mittlere Büros, die Mitarbeitende nicht mehrere Tage lang entbehren können.

Darüber hinaus können Teilnehmende Kontakte knüpfen – zu Forschenden, aber auch zu Kollegen aus anderen Unternehmen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Gerade bei Spezialthemen wie Sichtbeton-Details, Raumakustik in Holzbauten oder der Integration von Gebäudetechnik in vorgefertigte Module ist der direkte Austausch oft wertvoller als Fachliteratur.

Integration in das Weiterbildungsportfolio

Die neuen Veranstaltungen ergänzen ein bestehendes Angebot, das von Kurzformaten bis zu mehrjährigen Masterstudiengängen reicht. Die BFH hat in den vergangenen Jahren mehrfach ihr Programm erweitert, etwa um CAS-Angebote zu nachhaltigem Bauen oder Zusatzzertifikate zu digitalen Planungswerkzeugen. Die Hochschule reagiert damit auf einen wachsenden Bedarf an berufsbegleitender Qualifikation in einer Branche, die sich technisch und regulatorisch rasch verändert.

Welche Rolle die neuen Veranstaltungen in diesem Portfolio spielen – ob sie eigenständig oder als Einstieg in längere Weiterbildungsformate konzipiert sind – bleibt abzuwarten. Frühere Formate der BFH waren häufig modular aufgebaut, sodass Teilnehmende einzelne Veranstaltungen besuchen oder sie zu einem größeren Zertifikat kombinieren konnten. Details dazu werden voraussichtlich auf der Veranstaltungsseite der BFH nachgetragen.

Ausblick auf kommende Programmpunkte

Die Ankündigung selbst bleibt in vielen Punkten allgemein. Konkrete Termine, Themen und Referenten sind noch nicht kommuniziert. Interessierte Fachleute sollten die Webseite der BFH regelmäßig prüfen oder sich für den Newsletter des Departements registrieren, um über neue Programmpunkte informiert zu werden. Üblicherweise werden Veranstaltungen einige Wochen im Voraus publiziert, sodass eine rechtzeitige Anmeldung möglich ist.

Für die Baubranche in der Schweiz und angrenzenden Regionen bleibt das BFH-Programm eine wichtige Anlaufstelle für Wissenstransfer zwischen Hochschule und Praxis. Die neuen Veranstaltungen erweitern dieses Angebot um weitere Gelegenheiten, aktuelle Entwicklungen aus erster Hand zu erfahren und mit Experten zu diskutieren. Wer sich regelmäßig fortbildet, erhält Zugang zu Methoden und Technologien, die in den kommenden Jahren Standard werden könnten – von digitalen Planungsprozessen bis zu innovativen Holzbauverfahren.

Weitere Informationen zur Weiterbildung der BFH in Architektur und Holzbau finden sich in früheren Meldungen zu Programmerweiterungen und Forschungsschwerpunkten der Hochschule.