Die Berner Fachhochschule (BFH) lanciert Zusatzzertifikate und ein sogenanntes Diagonal-Format für ihre Weiterbildungsangebote in Architektur, Holz und Bau. Damit reagiert die Hochschule auf die wachsende Nachfrage nach flexibleren Qualifizierungspfaden jenseits klassischer Vollprogramme.

Das Diagonal-Angebot ermöglicht es Fachkräften, Module aus verschiedenen Disziplinen zu kombinieren und Zusatzzertifikate zu erwerben. Das Modell adressiert Praktikerinnen und Praktiker, die gezielt Kompetenzen erweitern wollen, ohne sich auf ein starres Curriculum festlegen zu müssen.

Für Bauunternehmen und Architekturbüros bedeutet dies: Ihre Mitarbeitenden können berufsbegleitend spezialisieren, ohne lange Ausfallzeiten einzuplanen. Die BFH signalisiert damit eine strategische Neupositionierung ihrer Weiterbildung – weg von monolithischen Masterstudiengängen, hin zu modularen Bausteinen, die sich an Projektzyklen und Karrierephasen orientieren.

Konkrete Start-Termine und Gebührenmodelle sind noch nicht kommuniziert. Die Lancierung erfolgt vor dem Hintergrund einer insgesamt dynamischeren Weiterbildungslandschaft, in der Hochschulen zunehmend mit zertifizierten Kursen von Verbänden und privaten Anbietern konkurrieren.