Die Nemetschek Group baut ihre Aktivitäten im Bildungssektor aus. Der Bausoftware-Konzern richtet sich gezielt an Hochschulen und Ausbildungsstätten – ein strategischer Schachzug zur frühzeitigen Kundenbindung.

Wer Studierende und Auszubildende an die eigene Software-Suite heranführt, schafft sich zukünftige Firmenkunden. Das Prinzip funktioniert seit Jahrzehnten in der IT-Branche. Nemetschek folgt diesem Muster nun konsequent für den deutschsprachigen Bausektor.

Für Planungsbüros und Bauunternehmen bedeutet das: In zwei bis fünf Jahren kommen Nachwuchskräfte mit vorkonfigurierter Nemetschek-Erfahrung auf den Arbeitsmarkt. Das senkt für diese Firmen die Einarbeitungszeit, erhöht aber auch die Abhängigkeit vom Konzern-Ökosystem. Wer alternative Lösungen einführen möchte, muss künftige Mitarbeiter umschulen – ein wirtschaftlicher Nachteil.

Konkrete Details zu Rabatten, Lizenzmodellen oder teilnehmenden Institutionen nennt Nemetschek bislang nicht. Branchen-Beobachter rechnen mit Freemium-Angeboten oder stark subventionierten Jahreslizenzen.